Canon Legria HF S200 Test – FullHD Camcorder.

Canon Legria HF S200 FrontansichtMeine alte DV Kamera (Panasonic NV-GS80) hat mir in den letzten Jahren zwar gute Dienste geleistet, doch fehlte ihr sowohl HD, als auch die Möglichkeit in schlecht beleuchteten Räumen ordentliche Filme zu machen. Deshalb suchte ich eine Kamera bis 1000 Euro, welche am Mac problemlos funktioniert und ein ordentliches Bild in Full HD in guten und schlecht beleuchteten Situationen macht. So entschied ich mich für den Kauf des Canon Legria HF S200 Camcorders, welcher aktuell das Vorgängermodel Canon Legria HF S100 ablöst.

Die Kamera wird zusammen mit einem Akku (BP-808), einem Netzteil, diversen Kabeln (leider keines mit HDMI) und einer Fernbedienung geliefert. Der mitgelieferte Akku muss dabei an der Kamera geladen werden, da kein separater Akkulader mitgeliefert wird. Wer eine Kamera mit integrierten Speicher sucht, kann auf die Canon Legria HF S20 (32GB) oder auf die Canon Legria HF S21 (64GB+optischer Sucher) zurückgreifen.


Canon Legria HF S200 BackansichtDie ersten Videos waren leider recht enttäuschend, da Canon in der Grundeinstellung die Datenrate auf unter 10Mbit eingestellt hat. Hier sollte man zuerst auf FullHD und eine hohe Datenrate umstellen. Die Einstellungen kann man jedoch relativ einfach über den 3,5 Zoll (8,8cm) Touchscreen erledigen. Danach ist die Bildqualität bei ausreichend Licht sehr gut, kontrastreich und farbenfroh – wie man es von einer Kamera dieser Preisklasse erwartet. und auch der 10fach optische Zoom funktioniert im Zusammenspiel mit dem Bildstabilisator sehr gut.

Leider hat Canon aber auch in der Grundeinstellung für schlecht beleuchtete Szenen keinen Blumenstrauss verdient. Das Bild wirkt schnell verrauscht und schlechter als bei anderen Kameras dieser Klasse. Glücklicherweise bietet die Kamera die Möglichkeit den GainLevel manuell einzustellen, ab dem das Bild künstlich aufgehellt wird. Wenn man diesen auf 15DB einstellt, wirken die Bilder auch bei dunkleren Räumen sehr gut und die Farben trotzdem noch klar. Für ganz dunkle Räume hat die Kamera eine eingebaute Videoleuchte, welche 2-3 Meter Reichweite bietet. Wer das Verhalten der Kamera noch besser beeinflussen möchte, kann zusätzlich auch die Blendenöffnung und Verschlusszeit einstellen.

Die Kamera bietet einen 25p Modus, der ein Feeling wie bei Kinofilmen verspricht. Dabei werden 25 Vollbilder pro Sekunde gespeichert. Das Bild wirkt so ein kleines bisschen ruckelig, bietet aber gerade in dunklen Räumen ein noch besseres Bild.

Zusätzlich zu Filmen, kann die Kamera auch Fotos mit 8 Megapixel machen.
Für Fotos in dunklen Räumen kann die Kamera einen Blitz zuschalten, der eine Reichweite von ca. 5 Metern hat. Die Qualität kann zwar nicht mit einer Spiegelreflex Kamera mithalten, die Bilder sind jedoch auf einem guten Kompaktkamera Niveau. Als besonderes Feature kann die Kamera sogar während des Filmens Fotos machen. Hier gibt es ein Testfoto (1,1MB).


Durch das große Objektiv und Display ist die Kamera mit rund 496 Gramm (bei eingelegtem Akku und Speicherkarte) kein Leichtgewicht und gerade noch akzeptabel. Gleiches gilt für die Abmessung von 7,5cm Breite, 7,4 cm Höhe und 14 cm Tiefe. Trotzdem liegt sie gut in der Hand. Der mitgelieferte Akku hält leider nur rund 80 Minuten, so dass sich die Anschaffung eines zusätzlichen Akkus empfiehlt. Leider kosten die beiden größeren Akkus BP-819 (175 Minuten) und BP-827(265 Minuten) jeweils über 100 Euro und sind somit alles andere als günstig. Alternativen von Drittanbietern sind zwar deutlich günstiger, brauchen aber ein eigenes Ladegerät und übermitteln die Restkapazität nicht Minutengenau an die Kamera.

Als Speicher verwendet die Canon Legria HF S200 SDHC Speicherkarten. Eine 32GB Karte reicht hier für knappe 3 Stunden Film in bester Qualität. Dank eines zweiten SD Kartenfachs, kann diese Speicherkapazität ohne große Kosten verdoppelt werden. Tolles Feature: Wenn eine Speicherkarte voll ist, nimmt die Kamera ohne Verlust auf der 2. Speicherkarte weiter auf. So lassen sich auch lange Events ohne Unterbrechung in bester Qualität filmen.

Die Kamera funktioniert ohne Probleme unter MAC OS X 10.6. Einfach die SD-Karte in den Kartenleser stecken und in iMovie auf „von Kamera importieren“ drücken. Danach kann man die Filme zum importieren auswählen und als Ereignis speichern. Unter Windows konnte ich – mangels eines fehlenden Windows Computers – die Kamera leider nicht testen.

Fazit
Für knapp 1.000 Euro erhält man mit der Canon Legria HF S200 eine gute Kamera mit einer Vielzahl von Funktionen. Ich vermisse etwas den klassischen Sucher, aber da die meisten Funktionen sowieso über den Touchscreen geregelt werden, wäre er nicht wirklich hilfreich. Ansonsten ist die Kamera sehr hochwertig verarbeitet und liegt gut in der Hand. Die Menüführung ist relativ einfach und nach kurzer Suche findet man praktisch alle Einstellungsmöglichkeiten. Größter Kritikpunkt von meiner Seite ist der schwache Akku, der einen praktisch zwingt einen zusätzlichen Akku zu kaufen.

Anbei noch ein paar Beispiele von meinem letzten Urlaub in London.

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1 Kommentar auf “Canon Legria HF S200 Test – FullHD Camcorder.”

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