Der Newsgroup-Reader für Mac OS X: Panics Unison
Das Usenet war lange Zeit, zusammen mit E-Mails, die meist genutzte Kommunikationsplattform im Internet und auch heute noch gibt es diverse spannende Diskussionen – gerade im technischen Bereich – die im Usenet stattfinden. Mit Unison hat die Firma Panic (bekannt für Coda und Transmit) ein Usenet Client für den Macintosh mit dem Namen Unison im Programm und gewann damit sogar einen Apple Designaward im Jahr 2004.
Das Usenet kann man sich als viele, themenspezifische, schwarze Bretter (genannt Newsgroups) vorstellen. Jeder User kann eine Nachricht (auch mit Dateien) in so eine Newsgroup schreiben und auch auf bereits eingestellte Nachrichten antworten. Das Usenet basiert im Hintergrund auf ganz vielen Servern an Universitäten,…, welche alle zumeist mehrere tausend dieser Gruppen bereitstellen und sich ständig mit den anderen Servern abgleichen. So braucht man, um Zugang zum Usenet zu bekommen, nicht nur ein Usenet Programm, sondern auch einen Usenet Anbieter. Einige Internet Provider bieten ihren Usern kostenlosen Zugriff auf das Usenet an, es gibt aber auch kommerzielle Anbieter. Am Besten man fragt bei seinem Interner Provider einfach einmal mach. Nicht zuletzt bietet auch Google einen WebZugriff aufs Usenet mit ihrem Dienst “Google Groups” an.
Nachdem man Unison heruntergeladen hat, kopiert man es am Besten gleich in den Programme Ordner. Beim ersten Ausführen möchte Unison die Zugangsdaten für den Usenet Anbieter wissen und lädt danach die Liste der vorhandenen Newsgroups herunter. Danach bietet Unison eine, auf den englischen Raum beschränkte, Favoritenauswahl an, oder man kann einfach durch Suchen die gewünschten Newsgroups finden.
Nun kann man auch schon die aktuellen Meldungen einer Gruppe lesen und beantworten, wenn man denn möchte. Unison bietet zusätzlich die Möglichkeit, die Gruppe auch nach Dateien oder Bildern zu durchsuchen und ggf. in mehrere Teile aufgeteilte Dateien zusammenzufügen. Leider – und dies ist wohl das größte Problem von Unison – gibt es keinen Spam Filter. Unison verweist diesbezüglich in der Hilfe nur darauf, dass der Usenet Service – den sie auch anbieten – den meisten Spam schon selber löscht. So sind einige Gruppen leider nicht gut lesbar.
Trotzdem bietet Unison einen schönen Weg ins Usenet einzutauchen und spannende Diskussionen zu führen. Leider fangen einige Gruppen an auszusterben, da die Teilnehmer fehlen und böse Zungen behaupten schon, dass das Usenet dem Fidonetz (damals ein sehr großes Mailboxnetz, dass ähnlich wie das Usenet funktionierte) in den Tod folgen wird. In Anbetracht immer größer werdender Web 2.0 Communities sicher auch nicht ganz von der Hand zu weisen.
Unison liegt aktuell in der Version 1.8 vor. Eine 15-tägige Testversion kann auf der Webseite heruntergeladen werden. Nach den 15 Tagen muss man das Programm für 24,95$ käuflich erwerben, wenn man es weiterhin verwenden möchte. Unter Leopard machte die aktuelle Version 1.8 bei uns keine Probleme.
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