Leopard Teil 9: Das Fazit
Die positiven Meldungen zum neuen Betriebssystem überschlagen sich förmlich. Zwei Millionen Kopien wurden am ersten Wochenende von Leopard verkauft und bis auf wenige Bugs scheint der Umstieg problemlos funktioniert zu haben. In den vorherigen 8 Teilen dieser Serie haben wir uns die größten neuen Funktionen einmal genauer angeschaut und wollen nun im neunten und letzten Teil ein Fazit zum neuen Apple Betriebssystem ziehen.
Natürlich lief auch der Umstieg auf Leopard nicht bei jedem komplett ohne Probleme ab. Einige Bekannte hatten Probleme ihre alten iCal Kalenderdaten zu importieren, bei mir stürzte der Mac beim Erstellen einer Windows Partition im Boot Camp Assistenten ab und zweimal hing mein iMac auch beim Ausschalten. Auch die Datensicherung ist vor der Installation unerlässlich und am besten sollte man das System neu installieren und die alten Daten von Hand übernehmen. So kann man auch sicher sein, dass keine Programme mehr installiert sind, die nach dem Update Probleme verursachen (wie APE).
Benutzer von Time Machine sollten sich übrigens überlegen große Dateien wie virtuelle Maschinen, Entourage Datenbestände,… von der Sicherung auszuschliessen. Diese ändern sich zumeist bei jedem Aufruf, auch wenn z.B. nur eine neue E-Mail dazu kommt. Time Machine sichert jedoch immer die ganze Datei und so wird z.B. jede Stunde die komplette Entourage Datenbank gesichter (wenn E-Mails eingehen) und das kann bei Datenbeständen von mehreren Gigabytes schnell die Backup-Festplatte „sprengen“. Aktuell sollte man zusätzlich auch, sofern vorhanden, die Aperture Daten vom Backup ausschliessen, da es hier noch Komplikationen gibt.
Mir persönlich gefällt Leopard insgesamt sehr. Die neue Optik ist gut gelungen, Spaces lässt sich klasse bedienen und iChat Präsentationen,… machen einfach Spass. Nicht vergessen sollte man die merkbar höhere Geschwindigkeit (zumindest auf aktuellen intel Macs) und den endlich vorhandenen VNC Client. Wenn Apple jetzt noch die kleinen Kinderkrankheiten behebt haben wir mit Leopard einen gehörigen Schritt nach vorne gemacht. Ein Update von Tiger auf Leopard ist zwar jetzt und in den nächsten Monaten noch keine Pflicht, doch werden sicher bald die ersten Programme erscheinen die nur auf Leopard laufen. Zusätzlich macht Leopard sehr viel Spass, wenn es von der Hardware her unterstützt wird und die benötigten Programme Leopard kompatibel sind. Beachten sollte man dabei auch, dass Leopard kein Classic mehr unterstützt.
Übersicht:
Teil 1: Installation und erster Kontakt.
Teil 2: Dock, Spaces und Stacks.
Teil 3: Finder, Cover Flow, Spotlight, Übersicht (Quicklook) und Preview.
Teil 4: iChat, Photobooth und Screen Sharing
Teil 5: Safari
Teil 6: Mail
Teil 7: iCal
Teil 8: Time Machine, Boot Camp und Frontrow
Teil 9: Fazit
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