Leopard Teil 8: Time Machine, Boot Camp und Frontrow
Wer macht eigentlich Backups? Viel zu wenige, wie Apple mit einer Studie herausfand. Das war der Anstoss für die wohl meist beachtete neue Funktion von Leopard – Time Machine! Des weiteren hat es Apple mit Bootcamp geschafft, die Windows Welt auf dem Mac zu integrieren. Lange war Bootcamp im öffentlichen Beta Test. Der ist nun vorbei und Bootcamp offizieller Bestandteil von MAC OSX Leopard.
Time Machine
Ein Backup muss so einfach sein, dass man es praktisch nur aktivieren muss und es dann nur noch einschaltet um eine gelöschte Datei zurück zu holen. Dieser Satz muss den Entwicklern bei Apple als Vorlage für Time Machine gedient haben und ohne jetzt die Lobeshymne anstimmen zu wollen, es ist ihnen gelungen. Man teilt Leopard einfach eine externe Festplatte zu, auf dem es die Backups legen soll, und alles andere passiert im Hintergrund. Die Intervalle der Sicherung bestimmt Leopard automatisch und können auch nicht verändert werden. Leopard sichert den aktuellen Stand jede Stunde und hält diesen Stand 24 Stunden. Für den letzten Monat hält Leopard einen täglichen Stand fest und behält nach diesem Monat pro Woche eine Sicherung über und das solange, bis die Festplatte voll ist.
Dadurch entstehen natürlich Lücken, denn wenn ich morgens eine Datei erstelle und diese abends wieder lösche, bekomme ich sie nur bis zu 24 Stunden nach dem Löschen wieder hergestellt. Wenn ich eine gestern erstellte Datei heute lösche bekomme ich sie immerhin noch einen Monat lang zurückgeholt. Man merkt also, umso länger man in der Zeit zurück geht, umso schneller können Löcher im Backup bestehen. Hier muss man fairer weise aber auch sagen, dass ein Backup hauptsächlich vor einem Platten Crash,… schützen soll. Die Funktion auch absichtlich gelöschte Dateien wieder herzustellen ist dabei ein nettes Feature, wo die Grobmaschigkeit aber auch verständlich ist. Ansonsten müsste der Rechner jede Minute die Daten sichern und die Backups würden kaum auf normale Festplatten passen.
Bombastisch sieht jedoch die Wiederherstellung von Dateien aus. Hier sieht man den Finder, bzw. die entsprechende Applikation und fliegt dann durch den Weltraum in der Zeit zurück und sieht die gemachten Änderungen rückgängig werden. Mit Worten ist dies leider nicht mal annähernd auszudrücken.
Für etwas Ärger sorgt derzeit in den Apple Support Gruppen jedoch , dass man die Sicherung nicht mehr auf ein Festplatte machen kann, die an einer Airport Station angeschlossen ist. Den Gerüchten zufolge ging dieses noch in den Beta Versionen. Hier ist zu hoffen, dass Apple die Funktion in 10.5.1 wieder ermöglicht.
Boot Camp
Als Apple den Intel Switch vollzogen hat – und damit praktisch die gleiche Hardware nutzte wie Microsoft für Windows benötigt – wuchs bei vielen der Wunsch auch Windows auf einem Mac zu nutzen. Neben den Virtuellen Machinen wie Parallels und VM Ware entstanden „Hacker-Gruppen“ die versuchten ein Windows ganz normal auf einem intel Mac zu booten. Doch als sie ihrem Ziel sehr Nahe waren, veröffentlichte Apple die Betaversion von Bootcamp. In Leopard ist nun die finale Version von Bootcamp enthalten (die Betas sollen zum Erscheinen von Leopard die Arbeit eingestellt haben). Bootcamp ermöglicht das Einrichten einer Windows Partition und die Installation von Windows XP oder Vista auf dieser Partition. Die Leopard DVD beinhaltet die Treiber für Windows um Sound, Netzwerk, isight,… unter Windows zu nutzen. Dazu muss man einfach die DVD unter Windows einlegen und das entsprechende Programm starten. Nach einigen Minuten stehen dann alle Funktionen zur Verfügung. Boot Camp selber läuft nur auf intel Macs und kann nicht von PPC Macs verwendet werden.
Ein Tipp noch zu Boot Camp. Zumindest bei der Beta Version wurde es, mit immer voller werdenden Festplatten, schwieriger eine Windows Partition zu erstellen. Hier lohnt es sich, wenn man meint Boot Camp brauchen zu können, von Anfang an diese Partition einzurichten.
Frontrow
Ein großen neues Feature in MAC OS X – Tiger war Frontrow. Eine Multimediazentrale die man mit der Apple Remote Fernbedienung nutzen kann. Ein bisschen später hatte Apple Frontrow überarbeitet und in Form des Apple TVs als eigenständige Hardware herausgebracht. Nun wurde Frontrow in Leopard an das Apple TV angepasst. Zusätzlich kann man in Frontrow auch DVDs wiedergeben. Sicherlich interessant für viele User, die einen mac mini am Fernseher angeschlossen haben und ihn als Medienzentrale verwenden. Schade nur, dass es immer noch keine Unterstützung von TV Receivern gibt.
Übersicht:
Teil 1: Installation und erster Kontakt.
Teil 2: Dock, Spaces und Stacks.
Teil 3: Finder, Cover Flow, Spotlight, Übersicht (Quicklook) und Preview.
Teil 4: iChat, Photobooth und Screen Sharing
Teil 5: Safari
Teil 6: Mail
Teil 7: iCal
Teil 8: Time Machine, Boot Camp und Frontrow
Teil 9: Fazit
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