Im Test: EyeTV 2.5
Der iMac eignet sich ideal als Multimedia Rechner. Er hat mit Frontrow bereits ein Frontend für Multimedia Dienste und dank Fernbedienung und Infrarot Empfänger kann man damit auch sehr gut Filme und Fotos anschauen. Leider bietet Apple für Frontrow keine Erweiterung an um richtiges Fernsehen zu schauen oder sogar Sendungen aufzunehmen. Hier springt Elgato ein und präsentiert mit der gerade erschienenen EyeTV 2.5 Version ein Update (kostenlos für alle EyeTV 2.x Besitzer) für die oft ausgezeichnete TV Software.
Kommen wir zu den Basisfunktionen von EyeTV. Mit EyeTV kann man zuerst einmal Fernsehen auf dem Macintosh schauen. Dafür gibt es eine kleine Fernbedienung auf dem Desktop. Diese ermöglicht das Schalten zwischen den Sendern, die Regelung der Lautstärke, Das Vor- und Zurück-Spulen und nicht zuletzt das Aufnehmen der aktuellen Sendung. Sehr komfortabel gestaltet sich zudem auch die Programmierung von Aufzeichnungen. Hierzu greift EyeTV auf den Anbieter tvtv.de zu, der EyeTV mit den Programminformationen der nächsten Wochen versorgt. Diese kann man komfortabel durchsuchen und dann mit einem Klick programmieren. Hier wünscht man sich jedoch noch eine Funktion vorherige Suchen zu wiederholen, so dass man schnell noch weitere Aufnahmen einer Serie erstellen kann. Sehr schön gelöst ist aber die Möglichkeit unterwegs Sendungen zu programmieren. Dafür kann man diese auf der Webseite von tvtv.de programmieren. EyeTV überprüft die so programmierten Aufnahmen regelmässig. Dafür muss Computer natürlich laufen. Die Dienste von tvtv.de sind für alle EyeTV Käufer ein Jahr kostenlos. EyeTV bietet aber noch weitere Funktionen, die sich im täglichen Betrieb als sehr nützlich erweisen. So weckt EyeTV den Computer nicht nur aus dem Ruhezustand auf, wenn eine programmierte Sendung startet, sondern kann den Computer auch anschalten, wenn dieser Ausgeschaltet ist. Und mit den richtigen Energiespar Einstellungen legt sich der Computer danach auch wieder schlafen.
Für Freude sorgt bei EyeTV auch die Unterstützung von TV Adaptern, die mehr als einen Kanal gleichzeitig empfangen können. Damit ist es möglich 2 Sendungen gleichzeitig aufzunehmen, oder eine Sendung zu schauen, während man eine andere aufnimmt. Im so genannten Diversity Mode erlaubt es EyeTV auch, bei DVB-T Modus die beiden Signale zu verbinden um so möglichen Empfangsproblemen entgegen zu wirken. EyeTV bietet neben der normalen Steuerung per Maus und Tastatur auch die Möglichkeit der Bedienung vom Sofa aus mit einer Fernbedienung. Das geht sowohl mit einer Apple Remote Fernbedienung (einfach Menü so lange drücken bis das On Screen Menü erscheint), oder auch mit vielen bei den USB TV-Sticks mitgelieferten Fernbedienungen. Für alle iPod Video Fans gibt es zudem die Möglichkeit aufgenommene Sendungen gleich nach der Aufzeichnung, oder auch später, in ein iPod lesbares Format zu übertragen. So kann man die Sendungen wunderbar unterwegs anschauen. Schade hierbei ist allerdings, das die direkt anwählbaren Export Einstellungen für iPods kein MPEG4 in 640×480 vorsehen, sondern in dieser Auflösung nur H.264 angeboten wird. Letzteres dauert jedoch leider sehr viel länger. Hier
hilft es dann nur, die Einstellungen direkt im Mpeg4 Export vorzunehmen, oder sich zusätzlich den elgato turbo.264 Beschleuniger zu kaufen. EyeTV bietet natürlich auch rudimentäre Möglichkeiten Werbung und andere Szenen aus den aufgenommenen Sendungen zu schneiden. Dabei markiert man die entsprechenden Stellen (Ähnlich wie bei Quicktime Pro) und komprimiert danach den Film. Das ganze geht recht unkompliziert und ist auch von Anfängern schnell zu erlernen.
Mit Eye TV 2.5 kommen nun noch weitere nützliche Funktionen. Dazu zählt zum einen die Anbindung an das iPhone bzw. den iPod Touch. Neben einer extra Export Option bietet EyeTV nun auch die Möglichkeit über WiFi auf das Filmarchiv zurück zu greifen. Wenn diese Funktion aktiviert ist, wird nach der Aufnahme einer Sendung automatisch eine für das iPhone optimierte Version angefertigt, auf die man dann per Safari Browser von den mobilen Geräten zugreifen kann. Sehr schön gelöst, schade nur, dass so natürlich auch jede Menge mehr Festplattenplatz belegt wird.
Des weiteren gibt es nun die Möglichkeit auch Sendungen im Nachhinein aufzunehmen. Einzige Bedingung dafür ist jedoch, dass man die Sendung komplett gesehen haben muss und dass sich diese noch komplett im Cache befindet. Angenehm, und schon lange auf unserer Wunschliste, ist auch die Möglichkeit das Playerfenster nun immer im Vordergrund zu haben.
Fazit:
Mit diesen Änderungen setzt sich Elgato EyeTV noch weiter von der Konkurrenz ab und verteidigt zurecht den Spitzenplatz der TV Programme auf dem Mac – wenn nicht sogar auch in der Windows Welt.
EyeTV gibt es in zwei Versionen. Die eine liegt diversen USB DVB-T, DVB-C und DVB-S Sticks bei (meistens denen von Elgato direkt). Diese Version lässt sich auch nur mit diesen Geräten bedienen. Die zweite Version bietet diese Einschränkung nicht und kann mit allen unterstützen USB TV-Sticks verwendet werden, darunter viel verbreitete Geräte von Haupauge, Terratec und Co,. Die Kosten für die letztere Version liegen jedoch bei stolzen 80€.
Eine Liste der kompatiblen Geräte findet man auf der Webseite von Elgato.
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1 Kommentar auf “Im Test: EyeTV 2.5”
Ich finde es auch sehr unglücklich, dass die konvertierte Variante in dem EyeTV-Container liegt und damit die eigentliche Größe nochmal aufbläst. So ist man gezwungen, entweder den ganzen Film zu löschen oder mit der Platzverschwendung zu leben.
Ich werde mich wohl noch mal hinsetzen müssen und ein kleines Script schreiben, das den fertigen MP4 aus dem Container in ein Verzeichnis eines anderen WebServers verschiebt.
Schade auch, dass sie von den UPnP-Fähigkeiten des verwendeten WebServers nicht wirklich gebrauch machen. Aber das Projekt EyeConnect scheint ja nicht so erfolgreich gewesen zu sein…